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OH MY GREEK! – die Leidenschaft rund um den Gyros

Alex Sgouros und seine Familie sind die Gründer von OH MY GREEK!, einem innovativen Gastronomiekonzept, das griechisches Streetfood in der ganzen Schweiz anbietet. 

Im Interview erzählt uns der Kursabsolvent, wie die Familie ihre Leidenschaft für die griechische Küche zum Beruf gemacht haben, wie sie ihre Produkte selbst herstellen und wie sie griechische mit schweizerischer Identität verbinden.

Alex Sgouros, weshalb sollten Gäste gerade zu Ihnen kommen?

OH MY GREEK! zeichnet sich insbesondere durch unsere einzigartige Marke aus. Mit einem starken Branding und einer urban orientierten Zielgruppe mit hohem Qualitätsbewusstsein heben wir uns hervor. Qualität wird bei uns grossgeschrieben. So produzieren wir viele unserer Produkte selbst, darunter das unverkennbare Fleisch und unsere Saucen. Dies verleiht unseren Gerichten eine persönliche Note, die sich im Geschmack und im unverwechselbaren Erscheinungsbild widerspiegelt.

Das Betriebskonzept von "OH MY GREEK!" basiert auf griechischem Streetfood, das zentral produziert und in der gesamten Schweiz in eigenen Betrieben und Foodtrucks angeboten wird. Das Ziel ist es, authentisches Essen anzubieten und dabei verschiedene Ernährungsstile und Trends zu berücksichtigen, ohne zu stark von traditionellen Rezepten abzuweichen. Gerade die vegetarische und vegane Community zählt zur Kundschaft, welche besonders in den städtischen Gebieten wie Zürich und Genf angesprochen wird. Mit der Expansion nach Bern planen sie, eine weitere wichtige Stadt in der Schweiz abzudecken. Alex und seine Familie träumen davon, den Gyros in der ganzen Schweiz bekannt und beliebt zu machen.

Täglich werden frische Gyros verkauft.

Oh My Greek ist ein Familienbetrieb; wie wird Familie und Beruf unter einen Hut gebracht?

Wir sind ein Familienunternehmen mit einer langen Geschichte in der Selbstständigkeit. Mein Vater hat bereits vor OH MY GREEK! in der Lebensmittelbranche selbstständig gearbeitet. Wir sind praktisch in diese Tradition hineingewachsen und folgen nun seinen Fussstapfen. Das Unternehmen wird von uns als Familie geführt und von – je nach Saison – 90-120 Mitarbeitenden unterstützt.

Hausgemacht ist einer Ihrer wichtigsten Werte. Wie funktioniert das logistisch, wenn Sie jährlich an über 120 Events vertreten sind?

Eine zentrale Produktion war von Anfang an entscheidend für unser Konzept. Wichtig ist, dass unsere Speisen überall gleich schmecken. Die Restaurants werden täglich oder alle 2-3 Tage direkt von der Produktionsstätte beliefert. Wo dies nicht möglich ist, wird teilweise vor Ort produziert. In der Logistik und Lagerung liegt für uns tatsächlich die grösste Herausforderung. Wir arbeiten hart daran, immer am richtigen Ort und zur richtigen Zeit genügend Material bereitzustellen. Mittlerweile haben wir unsere Produktion aufgestockt und das Lager erweitert und sind gut gerüstet für zukünftige Filialen und Festivals.

Wie ist es euch als Familie gelungen, eure eigene Vision und Persönlichkeit in das Konzept und die Atmosphäre der Restaurants zu integrieren?

Wir sind mittlerweile die dritte Generation in der Schweiz und betrachten uns insofern als schweizerisch, wenn es um den Betrieb und die Firma geht. Unsere griechische Herkunft zeigt sich vor allem in unserer Leidenschaft für das, was wir tun, und unserem Respekt für die Qualität unserer Produkte und Zutaten. Obwohl viele unserer Mitarbeitenden griechische Wurzeln haben, schätzen wir die Vielfalt in unserem Team.

In Zürich werden Filialen betrieben, mit Foodtrucks werden Festivals und Anlässe in der ganzen Schweiz beliefert.

Wie war Ihr Einstieg in die Gastronomie?

Dadurch, dass wir als Quereinsteiger zur Gastronomie kamen, gab es bei uns viel Learning by Doing. Meine Eltern hatten früher Lebensmittelgeschäfte und die Gyros-Stände haben sie hobbymässig betrieben. Während viele davon träumen, Fussballer zu werden, so war es schon immer unser Traum, die griechische «Streetfood-Küche» in der Schweiz zu verbreiten. Das war eigentlich die Motivation dahinter, unser Hobby zum Beruf zu machen. Dabei haben wir natürlich viel ausprobiert und auch Fehler gemacht, aber so haben wir unseren eigenen Weg gefunden.

Welchen Tipp geben Sie Gastronominnen, die neu einen Betrieb eröffnen?

Wichtig ist, dass man an sein Konzept glaubt, Freude hat, eine Vision und Ziele hat. Wir haben gelernt, dass man nicht alles auf eine Karte setzen muss, sondern auch flexibel bleiben kann und trotzdem einen Plan verfolgt. Wir sind damals schnell gewachsen, nichtsdestotrotz haben wir keine unüberlegten Schritte oder Investitionen gemacht. Man lernt nur, wenn man auch mal hinfällt. Wichtig ist bloss, dass man auch die richtigen Schlüsse daraus zieht.

Zufriedene Mitarbeitende sowie Kundschaft sind Alex Sgouros sehr wichtig.

Wie sind Sie darauf gekommen, das Wirtepatent bei uns im Fernkurs zu machen?

Ich wollte das Wirtepatent für die ganze Schweiz erlangen, um mit OH MY GREEK! schweizweit stationäre Lokale zu haben. Ich wollte unabhängig von Patentinhabern sein, also habe ich das Patent selbst gemacht. Hinzu kommt, dass ich sehr im Betrieb eingebunden bin und daher maximale Flexibilität brauche. Spät am Abend, frühmorgens oder dazwischen – das waren für mich die optimalen Lernzeiten. Deshalb war es mir wichtig, eine Schule zu haben, die mir orts- und zeitunabhängiges Lernen ermöglicht.

Gibt es Themen aus dem Wirtepatentkurs, die in der Praxis besonders hilfreich sind?

Am wertvollsten und relevantesten waren für uns die Themen zur Kalkulation, die ganze rechtliche Situation und das Lebensmittelrecht. Wir hatten bereits Erfahrung mit diesen Themen. Es war uns aber wichtig, sie zu repetieren und zu lernen, wie man es effektiv richtig macht. Als Quereinsteiger, haben uns zu Beginn die ganzen theoretischen Hintergrundinfos etwas gefehlt. Mit dem Kurs konnten wir die Theorie und die Praxis verbinden.

Haben auch Sie vor, einen Betrieb zu führen oder sich in der Gastronomie weiterzubilden? Dann entdecken Sie unser Kursangebot und unsere Wissensartikel!  

Aktualisiert am 18.12.2023